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Mais extrem - ein heißer Herbst:
770 ha Revier, 31 Maisäcker, verteilt über das ganze Revier. große Flächen
direkt am Wald und Sauen überall haben mich in den letzten beiden Monaten ganz schön
gefordert und phasenweise auch überfordert. Mit Ende der Mais-Zeit bleibt jetzt wieder
Zeit für den jagdlichen Alltag und die Jagdpraxis.
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31 Maisäcker verteilt auf 770 ha und ich mitten drin. Das war in diesem Jahr ein
harter Job.
Während die großen Felder am Hühnerküppel noch in der Sonne reiften, hatten die
Landwirte die waldnahen Felder
schon Anfang Oktober geerntet. Nachdem rundum in den Revieren der Mais geerntet war,
entwickelte sich das fast 4 ha große Maisfeld im Westen des Reviers zur größten Kirrung
weit und breit. Viele Nächte der letzten Mondphase erwartete ich die Sauen mitten im
Feld. Das war relativ licht gesät und hatte eine Reihe ungewollter Schneisen. Trotz
bester Sicht gelang es mir nur zwei Frischlinge zu strecken. Beim Nachgehen im Mais
rückten die Sauen einfach vor mir her oder umgingen mich. Mehrfach stand ich mitten in
der Rotte, ohne auch nur einen Schwarzkittel zu sehen. Während man ganze Rotten wegen
deren Lärm gut angehen kann, gelang mir das bei einzelnen Sauen nicht. Da war ich einfach
nicht leise genug.
Das Jagdpraxis-Revier ist ein Maisrevier. 3 mittelgroße Höfe mit Milchwirtschaft
und vierter Hof mit Milchwirtschaft und Biogasanlage führen dazu, dass Mais die
vorherrschende Nutzpflanze im Revier ist. In diesem Jahr habe ich 31 Maisäcker gezählt,
die über eine Revierfläche von 770 ha, also über fast 8 Quadratkilometer verteilt
lagen. An Einzäunen oder Verwittern ist da gar nicht zu denken. Hier zählen nur
intensive Jagd, Störmanöver und Nahkampf. In diesem Jahr war es besonders heftig.
Nachdem Ende Juli, Anfang August die Getreide- und Rapsäcker abgeerntet waren,
verlagerten die Sauen ihre Einstände in die großen Maisschläge. Zunächst richteten sie
keinen Schaden an. Die Maiskolben schmeckten ihnen noch nicht. Mitte August ging es dann
los. Ohne Pause zog sich der Kampf um den Mais bis fast in den November hinein. Als dann
Mitte Oktober die meisten Äcker abgeerntet waren, entwickelte sich der letzte Acker im
Südwesten des Reviers zur wahrscheinlich größten Kirrung im Taunus. Die Sauen kamen
meist kurz vor Mitternacht aus allen Nachbarrevieren. Weil ich den knapp 4 ha großen
Acker gar nicht komplett im Blick behalten konnte, habe ich mich mit dem Jagdstuhl mitten
in den Acker gesetzt und auf die schwarzen Gesellen gewartet. Die waren mir in diesem Jahr
aber überlegen. Zwei geschossene Frischlinge verschafften mir jeweils für einige Tage
Luft. Als dann in den letzten Mondnächten der Frost die Maisblätter spröde machte, war
es nun auch nicht mehr möglich, die Sauen anzugehen. Ich konnte ihnen nur noch nachgehen.
Ging ich eine Maisreihe vor, rückten sie eine Reihe weiter. Kamen wir an den Rand des
Ackers, umliefen sie mich und fraßen oberhalb weiter. Ganz cool auf Distanzen von
oft weniger als 20 Schritten. In der letzten Oktoberwoche fiel dann der Mais. An diesem
Tag habe ich das Gewehr erst einmal in die Ecke gestellt und 3 Wochen Jagdpause eingelegt.
Rechtzeitig zum kommenden Mond kehrt die Jagdfreude wieder zurück. Jetzt möchte ich
zumindest einigen Sauen die Rechnung präsentieren. Ich werde davon berichten.
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