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Hochsitze ...
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Ich betrachte die folgenden Seiten im Augenblick
noch als eine Art Material-Sammlung. Haftung ausgeschlossen: *** Es gibt verschiedene Varianten, Ansitze für die Jagd zu bauen. Die einfachste Variante ist der Ansitzschirm, die aufwändigste Variante die Hochwildkanzel mit Balkon. Wir stellen Ihnen alle Varianten in Bild, Theorie und Praxis vor. In deutschen Revieren ist die Ansitzjagd aus gutem Grund besonders geschätzt. Für die Ansitzjagd bauen Jäger Schirme, Leitern und Kanzeln. Dieses Kapitel handelt davon. Hochsitze Schon lange machen sich Jäger die Vorteile erhöhter Ansitzpunkte zunutze. Hochsitze - einfache Baumsitze, Ansitzleitern und Kanzeln - bieten dem Jäger einen besseren Überblick, lassen ihn sicherer schießen und machen ihn unabhängiger von den herrschenden Windverhältnissen. Ob sich der Jäger für eine Ansitzleiter, eine geschlossene Kanzel oder eine der vielen Zwischenformen entscheidet hängt vor allem von den jagdlichen Möglichkeiten ab, nicht unerheblich aber auch von den jagdlichen Zwängen der Abschußerfüllung und der Wildschadensverhütung.Konstruktion und Ausführung aller Ansitzeinrichtungen richten sich nach einer Reihe von Gesichtspunkten, von denen die beiden wichtigsten schon an dieser Stelle aufgeführt werden sollen:
Die Wahl des Standortes für einen Hochsitz hängt von den jagdlichen Bedingungen im Revier ab. Ein gut gewählter Platz ist für den Jagderfolg entscheidender als die Art oder Höhe der Ansitzeinrichtung. Der Platz für eine Leiter oder eine Kanzel soll so gewählt werden, daß der Jäger sie ohne Störung beziehen und velassen kann. Nur so bleibt das Wild vertraut, und läßt sich sicher ansprechen und erfolgreich bejagen. Deshalb gehören Ansitze weder in die Einstände des Wildes hinein noch direkt an den Rand einer Dickung. Schon beim Anmarsch bemerkt das Wild den unvorsichtigen Jäger und tritt unbemerkt an einer anderen Stelle aus.Deshalb berücksichtigen wir bei der Planung des Hochsitzes die möglichen Anmarschwege. Wir richten den Hochsitz so aus, daß wir weder beim Angehen noch auf dem Heimweg die Wechsel des Wildes überlaufen, da wir uns sonst selbst um Anblick oder gar jagdlichen Erfolg bringen. Unvorsichtige Jäger haben heimliches Wild. Aus diesem Grund verzichten alte und erfahrene Jäger so gut es geht auf heimliche und stille Pirschpfade. Sie benutzen nach Möglichkeit häufig begangene und befahrene Wege zur Kanzel. Allenfalls für die letzten Meter legen sie einen gedeckten Pirschpfad an. Der jagdliche Erfolg gibt ihnen Recht. Der Wind Bevor wir eine Kanzel oder eine Leiter errichten, versuchen wir, soviel wie möglich von den Windverhältnissen in Erfahrung zu bringen. Das ist schwierig und vor allem langwierig, weil der Wind abhängig von der Wetterlage, aber auch von den Tageszeiten und Jahreszeiten wechseln kann. Weil Windverhältnisse von vielen Faktoren abhängen, verzichte ich darauf, die eine oder andere halbwegs verläßliche Regel anzugeben und empfehle Ihnen statt dessen, die jeweiligen Windströmungen empirisch, also durch Erfahrung und Beobachtung zu ermitteln. Dabei hilft eine mobile Leiter. Diese stellen Sie für einige Zeit dort auf, wo sie eine feste Ansitzleiter oder eine Kanzel errichten wollen. Tritt das Wild - zumindest bei der vorherrschenden Windlage - weiterhin vertraut aus, so ist der Standort gut gewählt. Springt das Wild jedoch schon kurz nach dem Austreten ab, suchen Sie eine geeignetere Stelle für den geplanten Sitz. Mit Seifenblasen können Sie kleinräumige Windströmungen gut verfolgen. An Waldrändern, auf kleinen Blößen oder in engen Tälern. Auch mit einem nicht mehr ganz so prall gasgefüllten Luftballon. Zuverlässiger und vor allem weiträumiger erkennen Sie die Windrichtung mit Hilfe von Rauch. Ein Rauchtopf, in der Höhe des geplanten Sitzes befestigt, zeigt zuverlässig die Windströmung auch über längere Strecken. Selbst wenn Sie den Rauch nicht mehr sehen können, können Sie Ihn noch auf hundert und mehr Meter riechen. Sie werden staunen, welch verschlungene Wege der Wind einschlagen kann. Wer sich unabhängiger von herrschenden Windverhältnissen machen will, errichtet an allen wichtigen Blößen, Feldern, Wiesen oder Kahlschlägen zwei sich gegenüberliegende Ansitzeinrichtungen. Je nach der vorherrschenden Windlage beziehen Sie die eine oder die andere Kanzel oder Leiter. Den einfühlsamen Jäger erkennt man an vertraut austretendem Wild. Man könnte einen großen Teil des Abschusses im Revier ganz ohne Hochsitze erfüllen. Es gibt aber vor allem zwei gute Argumente, die Jagd vornehmlich von Hochsitzen aus auszuüben:
Möglichst störungsfreie Bejagung Aspekt wird an dieser Kanzel besonders deutlich. Sie liegt an einem häufig begangenen und befahrenen Feldweg. An dieser Stelle ist das Wild die menschliche Witterung durchaus gewöhnt. Wegen der günstigen Lage ist diese Kanzel gut zu erreichen und kann auch ohne größere Störungen des Wildes wieder verlassen werden.
Kanzel für Naturliebhaber. Bei gutem Wetter sitzt man auf dem Kanzelbalkon, Kanzel mit Weitblick und Innenaufstieg Wenn Sie das Bild aufmerksam betrachten, erkennen Sie, Kanzeln mit Innenaufstieg sind nicht jedermanns Sache. Ich persönlich
schätze sie, Anmerkung zur Konstruktion: Die Traum-Kanzel So stellt man sich Herbstwald und Brunftkanzel vor. Zur Jagd ist sie inzwischen aber weniger geeignet. Es braucht nicht mehr als einen Nachmittag, um die Stangen für eine solche Feldkanzel zu schneiden, zusammenzufügen und den Kanzelbock aufzustellen. In einer guten Stunde sind Boden, Sitzbank und Brüstung fertig. Schon am Abend können Sie die zu Schaden gehenden Sauen abpassen. In den WorkShops Hochsitzbau bauen wir Hochsitze aller Art.
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