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Hochsitze reparieren
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Von der alten Kanzel im Waldwinkel hat einer meiner Jagdfreunde vor fast 30 Jahren einen richtig guten Hirsch erlegt. Und das obwohl der Kanzelboden fast ebenerdig zur Umgebung liegt. Lange Zeit habe ich sie nicht beachtet, weil sie in dichten Schwarzdorn eingewachsen war. Als ich neulich das Gebräch der Sauen auf der Wiese direkt vor der Kanzel sah, habe ich mir die Kanzel doch mal ein wenig näher angesehen. Das Oberteil war noch gut, aber komplett von Mäusen besiedelt. Eine der Tragstangen war schon früher einmal angeschuht worden, ist aber noch stabil. Die Leiter tuts noch ein paar Jahre, wenn sie durch einen Mittelholm stabilisiert wird. Als erstes versah ich denn auch die Leiter mit einem Mittelholm. Jetzt kann man gefahrlos zur Kanzel aufsteigen. Die Bodenhöhe liegt bei knapp vier Metern, auch wenn das von Südwesten ganz anders aussieht. Der Boden ist noch gut, doch stört mich die Spannweite der Bodenhölzer von fast 120 cm. Das ist nichts für schwere Leute. Deshalb erhält der Boden einen neuen doppelten Unterzug. Der soll die Trittgewichte vor der Sitzbank aufnehmen, dort wo die Belastung des Kanzelbodens immer am größten ist. 3 Hölzer zu je 160 cm werden diese Aufgabe übernehmen. Ein Holz in der Mitte zwischen den Traghölzern links und rechts, eines vorne quer und eines hinten quer. Dann ist der Boden auch für Schwergewichte sicher. Um sie im inneren Kanzelgerüst anbringen zu können, muss ich dort über eine Alu-Leiter hingelangen. Das habe ich mir noch für diese Woche vorgenommen. Das Brüstungsbrett und die Halterung der Seitenscheibe sind vermorscht. Beide müssen ersetzt werden. Wenn dann die Kanzel noch vom Mäusedreck befreit ist und der Pirschweg angelegt ist, hat das Revier einen weiteren idyllischen und jagdlich viel versprechenden Ansitzplatz.
Aufstiegs-Sicherung für die Schlafkanzel In den letzten Tagen habe ich die alte Schlafkanzel saniert. Im Frühjahr hatte ich sie wieder auf feste Füße gestellt, indem ich rundum mit der Motorsäge die morschen Füße scheibchenweise kürzte und die Kanzel dabei nach und nach um einen knappen halben Meter absenkte. Jetzt waren Leiter und Podest dran. Die dicken Sprossen waren mir schon immer ein Dorn im Auge. Bei Nässe waren sie spiegelglatt. Dazu sind sie so dick, dass man sie nicht sicher umfassen konnte. Deshalb bezog ich die Kanzel nur, wenn die Sprossen trocken waren. Das ist jetzt besser. Die übernagelten Sprossen sind griffig und deutlich rauer und rutschsicherer. Ein Mittelholm und zwei Geländerstangen geben zusätzlich Halt und Sicherheit. Auch der Übergang zum Podest wurde mit griffigeren Stangen sicherer gestaltet. Wenn wieder einmal Zeit ist, erhält das Podest ein Dach und einen Außensitz für warme Jagdabende. Wer sitzt an lauen Abenden schon gerne in einer Kanzel?
Wäre ich nicht im Revier gewesen um die Kanzel zu sanieren, hätte ich diesen großen Kranichzug vermutlich nicht erlebt. Die Weiherwiesen-Kanzel Die große Kanzel in der Weiherwiese gehört seit schon seit Jahrzehnten zum Bild des gleichnamigen Revierteils. Mit einer Bodenhöhe von etwa 8 Metern ist sie die höchste Kanzel im Revier. Eine ihrer 4 Standstützen ist inzwischen gedoppelt, eine weitere ist auf den ersten beiden Metern angeschuht. Weil die Kanzel auf weichem Grund steht, war sie einseitig um etwa 30 cm eingesunken und drohte umzustürzen. Scheibchenweise habe ich mit der Motorsäge die Standstützen gekürzt, bis die Kanzel wieder im Lot stand. Inzwischen verlangt sie aber zwei neue Stützen, zwei neue Traghölzer für den Kanzelaufbau und eine neue Leiter. Die aufgesetzte Kanzel ist noch gut erhalten. Weil mein Herz so an der Kanzel hängt, denke ich, dass ich sie Schritt für Schritt, Stange für Stange und Sprosse für Sprosse vom Fuß auf saniere. Ich habe die Konstruktion ausführlich angesehen und fotografiert. Ich denke, eine Sanierung ist möglich. Sie sind eingeladen, die Sanierung zu verfolgen. |